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Kollektives Wohnen

Leben in einer Kollektivunterkunft (1. Phase)

Nachdem die Asylsuchenden an den Empfangsstellen des Bundes ihr Gesuch eingereicht haben, werden sie bald darauf den verschiedenen Kantonen zugeteilt – der Kanton Bern nimmt proportional zur Wohnbevölkerung 13.5% Asylsuchende auf. Der Migrationsdienst des Kantons Bern (MIDI) weist die Asylsuchenden danach ebenfalls bevölkerungsproportional den Kollektivunterkünften der Partnerorganisationen (z.B. dem Verein Asyl Berner Oberland) zu.

Die vom Kanton zugewiesenen Personen werden anhand von verschiedenen Kriterien, z.B. Verfügbarkeit eines Familienzimmers, einer passenden Kollektivunterkunft zugewiesen. Am Tag des Eintritts in die Kollektivunterkunft erfolgen ein Erstgespräch und eine Einführung in die Hausordnung. Zudem werden den Personen Kochutensilien und Bettzeug abgegeben.

Der Verein ABO betreibt momentan zwei Kollektivunterkünfte mit rund 120 Bewohnerinnen und Bewohnern - Familien und Einzelpersonen verschiedener Ethnien, Religionen und Altersgruppen. 

Der Alltag in der Kollektivunterkunft wird durch einen geregelten Tagesablauf geprägt. Das heisst, dass alle Personen am internen Deutschkurs, am internen Workfareprogramm (allgemeine Putz- und Unterhaltsarbeiten im und ums Haus) und an den verschiedenen gemeinnützigen Beschäftigungsprogrammen teilnehmen. Die Personen werden mit den hiesigen Gepflogenheiten vertraut gemacht, und sie werden befähigt, den Alltag möglichst rasch selbständig zu bewältigen. Die Kinder werden auf den Kindergarten und die Schule vorbereitet. Die Bewohnerinnen und Bewohner kriegen Zugang zu medizinischer Grundversorgung und finanzielle Sozialhilfeunterstützung. 

Nach einem ca. 6 monatigen Aufenthalt in der Kollektivunterkunft wird geprüft, ob die Kriterien für einen Transfer in die 2. Phase (individuelles Wohnen) erfüllt sind. Zu diesen Kriterien gehören:

  • Der Deutschkurs wurde besucht und eine einfache Kommunikation in deutscher Sprache ist möglich
  • Das selbständige Leben in der Schweiz ist gewährleistet
  • Die Wohnfähigkeit ist vorhanden (Beispiele: Abfallentsorgung, das Kennen der Funktionsfähigkeit der verschiedenen Haushaltsgeräte, Kenntnisse über Energiesparmassnahmen sowie über die Rechte und Pflichten von Mietern)
  • Eine gute Kooperation und Verlässlichkeit ist gegeben
  • Die Hausordnung sowie die Regeln und Vorschriften in der Kollektivunterkunft wurden eingehalten

Wenn diese Kriterien erfüllt sind ist ein Transfer in eine eigene Wohnung möglich.

Über die Eröffnung und Schliessung der Kollektivunterkünfte entscheidet der Migrationsdienst des Kantons Bern (MIDI). Die Partnerorganisationen können dem MIDI jedoch Standortvorschläge unterbreiten. Der Verein ABO führt die Kollektivunterkünfte im Auftrag des Migrationsdienstes.
Im Falle eines starken Anstieges von neu zugewiesenen Asylsuchenden in den Kanton Bern und bei zusätzlich sehr hoher Auslastung der Kollektivunterkünfte, kann der MIDI, in Zusammenarbeit mit den Regierungsstatthalterämtern und den entsprechenden Standortgemeinden, die zu diesem Zweck in die strategische Reserve versetzten Notunterkünfte aktivieren. Damit kann die Betreuung und Unterbringung weiterhin gewährleistet werden.
 

Asyl Berner Oberland
Kollektives Wohnen Rugen

Rugenstrasse 72
3800 Matten

Tel: 033 552 09 71
E-Mail: ku.rugen.matten@asyl-beo.ch

Asyl Berner Oberland
Kollektives Wohnen Bärgsunne

Aeschistrasse 12
3702 Hondrich

Tel: 033 552 09 72
E-Mail: ku.baergsunne.hondrichtest@asyl-beo.ch