Individuelles Wohnen

2. Phase

Wenn die Asylsuchenden oder die vorläufig Aufgenommenen alle Kriterien für einen Wechsel aus einer Kollektivunterkunft in die sogenannte 2. Phase - Individuelles Wohnen -  erfüllt haben und der Transfer vom Migrationsdienst des Kantons Bern (MIDI) bewilligt wurde, werden sie in die Gemeinden transferiert und dort in einer vom Verein ABO angemieteten Wohnung (individuelles Wohnen) untergebracht.

In eine individuelle Wohnung umziehen kann, wer die Vorgaben zur selbständigen Lebensweise erfüllt.

Damit ein Transfer von der Kollektivunterkunft in eine individuelle Wohnung möglich ist, müssen die Bewohnerinnen und Bewohner die folgenden Kriterien erfüllen: 

  • Der Deutschkurs wurde besucht und eine einfache Kommunikation in deutscher Sprache ist möglich
  • Das selbständige Leben in der Schweiz ist gewährleistet
  • Die Wohnfähigkeit ist vorhanden (Beispiele: Abfallentsorgung, das Kennen der Funktionsfähigkeit der verschiedenen Haushaltsgeräte, Kenntnisse über Energiesparmassnahmen sowie über die Rechte und Pflichten von Mietern)
  • Eine gute Kooperation und Verlässlichkeit ist gegeben
  • Die Hausordnung sowie die Regeln und Vorschriften in der Kollektivunterkunft wurden eingehalten

Für die Asylsuchende im Asylverfahren (Ausweis N) besteht keine freie Wohnungswahl. Für vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer ist eine Wohnungswahl mit Zustimmung der Asylsozialhilfestelle möglich.

Mit dem Übergang zum individuellen Wohnen werden die Asylsuchenden und die vorläufig Aufgenommenen einer Sozialarbeiterin oder einem Sozialarbeitender zugewiesen. Diese Person ist für die finanzielle Unterstützung innerhalb der rechtlichen Vorgaben zuständig und berät die Asylsuchenden und vorläufig Aufgenommenen in Alltagsfragen. Zudem unterstützt die/der Sozialarbeitende die vorläufig Aufgenommenen beim Integrationsprozess und gewährt ihnen Zugang zu passenden Integrationsmassnahmen.